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In den Jahren 1866-1914 kamen viele Schweden nach Deutschland, vor allem nach Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg,aber auch nach Westfalen, in die Kohlengebiete bei Aachen, nach Dresden und Leipzig und auch nach Niedersachsen,Westfalen und andere Teile von Deutschland.
Viele davon waren Mädchen und Frauen (65-75 %) und oft heirateten sie deutsche Männer und dadurch ist es schwer ihren Spuren zu folgen. Die deutschen Gesetze hindern stark alle Möglichkeiten Nachforschungen zu machen.
Nur Personen die in gerader Linie mit diesem Auswanderer verwandt sind (und die leben ja in Deutschland – wer weiß wer es ist) hat das Recht auf Auskunft über seine Vorfahren.
In den Telefonbüchern findet mann Spuren von den vielen Johansson, Jönsson, Persson, Karlsson, Petersson oder Svensson. Die meisten sind Kinder, Enkel, Urenkel usw, dieser Auswanderer von Schweden. Doch gibt es Ausnahmen. Einige kamen schon im 16 Jahrhundert nach Deutschland. Auch gibt es doch viele schwedische Studenten in Deutschland. Andere Schweden kamen in jüngster Zeit nach Deutschland um ihr Geld dort zu verdienen. Sie sind oft leicht voneinander zu unterscheiden.
Ein großer Teil dieser Auswanderer verblieb in Deutschland, auch wenn viele von ihnen wieder nach Schweden zurückkehrten.
Schwangere schwedische Frauen wurden meistens über Lübeck mit Hilfe der deutschen Polizei und des schwedischen Konsulats zurückgeschickt. Andere wurden wegen Arbeitslosigkeit oder Krankheit ausgewiesen.
Die Schweden wurden in Deutschland oft nicht gut behandelt.
Es gibt da viele Beispiele. Nur Männer konnten im allgemeinen deutsche Staatsbürger werden. Viele verblieben bis zum Tode Staatenlose. Ein großer Anteil hatte dazu auch nach 10-jähriger Abwesenheit von Schweden die schwedische Staatsangehörigkeit verloren.
Erst ihre Kinder oder Enkel konnten deutsche Staatsbürger werden.Teilweise erst in den 1950-Jahren.
Im dritten Reich mussten alle beweisen das sie Arier waren. Das betraf auch die Schweden, die dann nach Schweden schreiben mussten um Papiere zu besorgen. Diese schamlosen Gesetze des dritten Reiches haben aber den Nachforschungen von Schweden in Deutschland geholfen. In vielen Heimen liegen diese Dokumente in den Schubladen mit dessen Hilfe dann es meistens sehr leicht ist Nachforschungen in Schweden zu machen.
Überall in Norddeutschland, aber auch in anderen Teilen von Deutschland, in Hinterpommern wie in Ostpreußen, Bayern oder Baden finden wir Spuren von diesen Schweden. Im Telefonbuch, auf dem Friedhof oder in den Archiven.
In den Städten und Dörfern finden wir Schilder mit schwedischen Namen an Bäckereien, Schlachtern, Baumeistern,Schuhgeschäften oder auch Beerdigungsinstitute die an diese Auwanderung erinnern.
Einige alten Damen und Herren, öfters Enkelkinder der Auswanderer, leben heute noch und können interessante Geschichten über ihre Vorfahren erzählen. Wir brauchen diese Geschichten um über diese doch ziemlich unbekannte Auswanderung zu berichten.
Die Schweden waren die ersten „Gastarbeiter“ in Deutschland, doch wissen ihre Nachfahren oft kaum etwas davon.

Eine karte.

Suchen Sie Ihre Vorfahren?

 

Folgende Angaben sind sehr wichtig um Nachforschungen zu machen:

 

1 Nachname

2 Vorname

3 Geburtsdatum

4 Geburtsort/Gemeinde/Stadt/Ort/Dorf

5 Name der Provinz

 

 

Wollen Sie mehr wissen?

 

Lesen Sie bitte:

 

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                                                   Kiel 1871-1918

Die Heimat                                     1957/9; 1975/11; 1959/1; 1959/12; 1966/2; 1958/9

Franz, Werner                               Die fremdstämmige, insbesondere polnische Zuwanderung    
                                                    Nach Kiel seit 1864 und die damit verbundene
                                                    Veränderung in der Kieler Bevölkerungsstruktur

Grönhoff, Johan                             Kleine Mitteilungen; Eine Schule für Gastarbeiterkinder in
                                                      Kiel vor 100 Jahren

Hagel, Jürgen                                 Schwedische Gastarbeiter streikten am Kalkberg

Kiecksee, Heinz                             Die Ostsee-Sturmflut 1872

Krüger, Heinz                                Kleine Mitteilungen; Bitte um Mitarbeit bei der
                                                     Erforschung der schwedischen Einwanderung nach
                                                     Schleswig-Holstein in der zweiten Hälfte des vorigen
                                                     Jahrhunderts

Radunz, Karl                                  Kieler Werften im Wandel der Zeiten

Riegler, Claudius                           Schleswig-Holstein: Schwedische Arbeiter beim
                                                    Eisenbahn-Festungs-Hafenanlagen-und Schiffbau
                                                    1868-1879

Riegler, Claudius                          Emigrationsphasen, Akkumulation und
                                                   Wiederstandsstrategin. Zu einigen Beziehungen der
                                                  Arbeitsemigration von und nach Schweden 1850-1930

Riegler, Claudius H.                     Arbeitskräfterekrutierung für die deutsche Kriegswirtschaft
                                                      in neutralen Ländern unter besonderer Berücksichtigung
                                                      Schwedens, 1915-1919

Sievers, Kai Detlev                       Materialien zur Kulturgeschichte Kiel aus der Zeit des
                                                      zweiten  Deutschen Kaiserreiches 1871-1918

Thomsen, Ernst                             Landwirtschaftliche Wanderarbeiter und Gesinde in
                                                      Schleswig-Holstein 1880-1914

Wenzel, Rüdiger                           Bevölkerung, Wirtschaft und Politik im kaiserlichen
                                                    Kiel zwischen 1870 und 1914

 

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